Teleskopleitern

Sie brauchen eine Leiter aber haben keinen Platz diese zu verstauen? Mit einer Teleskopleiter ist das kein Problem. Eine voll teleskopierbare Leiter findet im eingefahrenen Zustand in der kleinsten Nische Platz. Fährt man sie aus, hat man eine vollwertige Anlegeleiter oder Stehleiter, mit der man effektiv arbeiten kann. Der Einsatz von Teleskopleitern lohnt sich ebenfalls, wenn man die Leiter mobil einsetzen will. Die Mitnahme im normalen PKW ist ansonsten selbst bei einer kleineren Leiter eine Herausforderung. Eine Teleskopleiter hingegen passt in die meisten Kofferräume ohne die Rückbank umzulegen. Die geringen Verstau- und Transportmaße sind ideal zur Aufbewahrung in kleineren Räumen und Wohnungen.

Was ist eine Teleskopleiter?

Es gibt zwei Arten von Teleskopleitern: Voll teleskopierbare Modelle sind in der Regel Anlegeleitern, bei denen jede Sprosse einem Element entspricht, das in das jeweils darunterliegende Element eingeschoben werden kann. Ähnlich dem Matrjoschka-Prinzip werden die Holme solch einer Teleskopleiter also dicker, je weiter man die Leiter herabsteigt. Diese Bauart erreicht die geringsten Transportmaße. Bei der zweiten gängigen Variante von Teleskopleitern handelt es sich um Gelenkleitern mit jeweils einem Schiebelement an beiden Seiten. Die einzelnen Elemente bestehen aus mehreren Sprossen (üblicherweise drei bis fünf) und werden nicht ineinander, sondern an Schienen entlang, neben- oder hintereinander geschoben. Diese Gelenk-/Teleskopleitern sind keine solchen Raumwunder wie die voll teleskobierbaren Modelle, lassen sich dafür aber sehr flexibel einsetzen, z.B. als Anlegeleiter oder Stehleiter mit flexibler Leiterhöhe, variablem Aufstellwinkel und mit Treppenverstellung zur Platzierung auf einer Aufstellfläche mit Höhenunterschied.

Sicherheit geht vor

Vor allem die voll teleskopierbare Leiter weckt beim unerfahrenen Nutzer Misstrauen. Ist das wirklich stabil? Hält die Leiter mich auch aus? Natürlich ist eine Teleskopleiter eine aufwendigere und damit auch anfälligere Konstruktion als eine einfache Anlegeleiter. Regelmäßige Wartung ist daher wichtig. Es gibt jedoch zahlreiche Vorkehrungen und konstruktive Vorteile, die das Arbeiten Teleskopleitern sicher machen. Jedes Element rastet in seiner ausgefahrenen Position fest ein. D.h. eine stufenlose Verstellung ist nicht möglich. Dies würde nicht zuletzt die regelmäßige Trittfolge durcheinanderbringen und ein zusätzliches Sicherheitsrisiko darstellen. Die flexible Leiterlänge wird durch Ausfahren einer bestimmten Zahl an Elementen bzw. Sprossen erreicht, während die übrigen Sprossen vollständig eingefahren bleiben. Die zulässige Traglast, also die Tragfähigkeit, wird bei einer Teleskopleiter stets angegeben und beträgt in der Regel 150 kg. Diese Angabe ist bei herkömmlichen Leitern unüblich.

Was das Arbeiten mit einer Teleskopleiter sicher macht, ist die Möglichkeit, die Leiterlänge bzw. Leiterhöhe den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten anpassen zu können. Dadurch kann leichter ein optimaler Anlege- oder Aufstellwinkel eingenommen werden und zugleich ist der Anwender weniger dazu verleitet, gefährliche Verrenkungen auf der Leiter einzugehen, um die Arbeitshöhe noch ein wenig zu strecken.

Was für Teleskopleitern gibt es?

Das voll teleskopierbare Prinzip bleibt nicht auf reine Anlegeleitern beschränkt, sondern findet auch bei Stehleitern Anwendung, die dann oft als Kombileitern bezeichnet werden. Die platzsparende Bauart bietet sich auch für Dachbodenleitern an, die an der Innenseite von Dachbodenluken befestig und nach dem Öffnen ausgefahren werden. Hier ersetzen sie ausklappbare Holzleitern, die schwerer sind und beim Ein- und Ausklappen mehr Platz benötigen. Auch Arbeitsplattformen können mit teleskopierbaren Leiterelementen ausgestattet sein. Die einfacheren Schiebeelemente der Gelenk-/Teleskopleitern können auch an einer großen Plattformleiter mit umlaufendem Geländer vorkommen.