Geschichte:
Der Ort Rüthen wurde 1072 erstmalig in einer Urkunde des Kloster Grafschaft erwähnt. Das Gebiet um Rüthen gehörte bereits im Hochmittelalter auch politisch zum Erzbistum Köln. Am 29. September 1200 wurde Rüthen durch den Landesherrn, den Kölner Erzbischof Adolf I. von Altena, zur Stadt erhoben. Ab 1375 war der Ort Mitglied der Hanse. Die Kaufleute der Stadt unterhielten weitreichende Geschäftsbeziehungen und sorgten so für Wohlstand. In den folgenden Jahrhunderten nahm die Bedeutung Rüthens allerdings deutlich ab.
Wie auch in anderen Orten des kurkölnischen Herzogtums Westfalen war die Stadt in der Frühen Neuzeit Schauplatz von Hexenprozessen. Von 1573 bis 1660 wurden in der Stadt und im Gogericht Rüthen 104 Hexenprozesse durchgeführt. Dabei sind mindestens 79 Menschen hingerichtet worden. Freunnd Happen, Angeklagter während der Hexenverfolgungen in Rüthen, trotzte der Folter und schaffte es, keinen Menschen zu denunzieren. Nach zwei Monaten Haft und dreimaliger schwerster Folter wurde Freunnd Happen am 23. September 1660 freigesprochen.
Städtepartnerschaften:
Seit 1983 gibt es eine Städtepartnerschaft mit der ost-englischen Stadt Dereham (150 km nördlich von London), die dem Ort eine britische Telefonzelle schenkte, sowie seit dem 30. August 1991 eine Städtepartnerschaft mit der sachsen-anhaltinischen Stadt Egeln (25 km südwestlich von Magdeburg)
Wirtschaft und Infrastruktur:
Wirtschaftlich wird Rüthen in der Gegenwart von mittelständischen Betrieben verschiedener Branchen geprägt. Die wichtigsten sind die Holz-, Metall-, Elektro- und Kunststoffindustrie. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Rüthener Wald als Rohstofflieferant. Der Ort besitzt den drittgrößten Kommunalwald in NRW.
Verkehr:
Durch das Stadtgebiet verläuft die B 516. An die nächstgelegene Autobahn, die A44, ist Rüthen angeschlossen über Auffahrten in den benachbarten Gemeinden Anröchte, Geseke und Büren. Der Flughafen Paderborn/Lippstadt ist ca. 20 km entfernt. Der nächstgelegene ICE-Bahnhof liegt in Lippstadt.
Die Stadt besitzt auch einen Bahnhof an der ehemaligen WLE-Strecke Belecke-Brilon-Stadt, diese Strecke wird aber mittlerweile nicht mehr im Personenverkehr bedient und ist zwischen Rüthen und Brilon Stadt auch stillgelegt und auf dem Teilstück Rüthen-Heidberg-Brilon Stadt auch schon seit vielen Jahren abgebaut, auf dem Reststück zwischen Rüthen und Belecke findet (mittlerweile wieder stark vermehrt) Bedarfsgüterverkehr durch die WLE statt. Das Teilstück zwischen Rüthen und Heidberg wird seit 1994 nicht mehr bedient, ist aber nicht
Einwohner:
Die Stadt hat heute insgesamt etwa 11.000 Einwohner. Von diesen gehören 73% der katholischen und 15% der evangelischen Konfession an. Die übrigen 12% gehören einer anderen Religionsgemeinschaft an oder sind konfessionslos.
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