Die Tabakstadt Bünde, mit 45.114 Einwohnern und eine Fläche von 59,30 km², gehört zum Kreis Herford in NRW. Tönnies Wellensiek legte den Grundstein für die \"Zigarrenstadt\" im Jahre 1842. Mit August Steinmeister gründete er 1856 die Firma \"Steinmeister & Wellensiek\", die sich im Kreise Herford rasant vergrößerte und vielen Menschen eine sichere Arbeit gab. In der Eschstrasse, zwischen Rathaus und Laurentiuskirche, kann man die beiden Herren, mit einer Handkarre, als Denkmal bewundern. Im Zollamt befindet sich heute die Zentrale Steuerzeichenstelle für alle Tabakprodukte.
Bünde liegt in der Ravensberger Mulde und wird von der Else durchquert, die zahlreiche Radfahrer und Spaziergänger anzieht. In die Else fließen viele kleine Bäche und im Stadtteil Ennigloh befindet sich ein kleines Moorgebiet.
U.a. vom Goetheplatz kommt man in den Steinmeisterpark. Dieser wurde 1880 vom Sohn des Bünder Zigarrenfabrikanten Steinmeister als Fischteich im Garten angelegt und erweiterte sich auf 38 Teiche. Mit Aufgabe der Fischzucht entwickelte sich schrittweise eine Parkanlage mit einem 2,6 ha großen Teich. Im Stadtteil Ennigloh befindet sich außerdem das Dustholz, ein kleines Wäldchen, mit einem ebenso kleinen Ententeich. Wer Lust auf Minigolf hat, kann sich hier, unter den hohen Bäumen, austoben.
Bünde hat die Auszeichnung \"Fahrradfreundliche Stadt in NRW\". Eine Radstation findet man am InterRegio-Bahnhof mit 250 Fahrradabstellplätzen. Durch das Stadtgebiet verläuft u.a. der Else-Werre-Radweg von 54,5 km und die „BahnRadRoute“ Weser-Lippe von 350 km von Bremen nach Paderborn.
Wer durch die Stadt geht, kann einige alte Bauwerke entdecken. So gibt es Stadtvillen aus der Gründerzeit, alte Fachwerkhäuser im Stadtzentrum, ein Amtshaus im Jugendstiel, (heute Musikschule), den als Denkmal eingetragene Tabakspeicher und eines der ältesten Kinos Deutschlands, das Universum Dieses wurde unter Denkmalschutz renoviert und ist zum Veranstaltungszentrum geworden. Aber auch der Stadtgarten, bietet viele interessante Veranstaltungen. Wer lieber ins Kino geht, kann es sich im Büli bequem machen. Für die Jugend bietet sich seit 1961 die Wilhelmshöhe . Sie ist die älteste Diskothek in Deutschland und auch heute noch im Besitz der Gründerfamilie.
Die Fußgängerzone und die Bahnhofstrasse laden zum Schoppen, Bummeln und Verweilen ein.
Wer etwas über die Vergangenheit der Tabakstadt Bünde und seiner Entstehung und Entwicklung wissen möchte, hat die Möglichkeit, das Museum an der Fünfhausenstrasse zu besuchen. Dieses umfasst den Stiedieckschen Hof, den Spieker und das Dammhaus, übrigens die ältesten Gebäude von Bünde, und einen Neubau.
Hier präsentiert das Deutsche Tabak- und Zigarrenmuseum u. a. die längste Zigarre der Welt mit über 1,0 Meter Länge und die größte Pfeife der Welt mit einer Länge von über 3,50 Metern. Natürlich erfährt man hier auch sehr anschaulich, die Geschichte der Tabakverarbeitung in Bünde.
Im Dobergmuseum - Geologisches Museum Ostwestfalen-Lippe stellt Bünde u.a. seinen Doberg und dessen Fundstücke vor: u. a. eine Seekuh und den um 2 Millionen Jahre älteren Wal, von etwa 27 - 28 Millionen Jahren. Nach dem Museumsbesuch sollte man sich dann auf Fossiliensuche begeben und den Doberg, mit seinen 30 Millionen Jahre alten Ablagerungen, in Natura durchforsten.
Das Kreisheimatmuseum beherbergt wunderschöne alte Bauernmöbel und führt die Besucher in das ländliche Arbeits- und Alltagsleben der Menschen von damals.
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