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Japanreise zu den Sportevents


Autor: Anke Westhof | verfasst am 2010-01-26 | 78 mal gelesen

Die Japaner sind eine sportbegeisterte Nation. Viele populäre Sportarten wie Baseball, Golf oder Fußball wurden aus dem Westen übernommen. Außerdem gibt es verschiedene traditionelle japanische Sportarten, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Zu den bekanntesten zählen Sumo und Judo. Es lohnt sich jedoch auch, auf einer Japanreise weitere interessante Sportarten wie Kendo (Schwertkampf), Karate oder Kyudo (Bogenschießen) kennenzulernen. Sumo-Ringen ist der japanische Nationalsport, der einfachen Regeln folgt. Entstanden ist der Ringkampf bereits in der frühgeschichtlichen Epoche. Die Ringer, die bei heutigen Wettkämpfen antreten, wiegen meist zwischen 110 und 200 Kilogramm. Die Kampfkleidung beschränkt sich auf ein schmales Leinentuch. Gekämpft wird in einem Dojo, einem Ring von viereinhalb Metern Durchmesser. Ein Sumo-Ringkampf ist in der Regel bereits nach wenigen Minuten beendet. Und zwar dann, wenn einer der beiden Sportler außerhalb des Dojos auftritt oder mit einem anderen Körperteil als nur den Füßen mit dem Boden in Berührung kommt. Bei einem Urlaub in Japan gibt es während der 15-tägigen Turniere, die sechs Mal pro Jahr ausgetragen werden, die Gelegenheit, einen Sumo-Ringkampf zu sehen. Die Turniere finden in der „Ryogoku Kokugikan“ in Tokyo statt (im Januar, Mai und September) sowie in Osaka (im März), in Nagoya (im Juli) und in Fukuoka (im November). Judo, das seit 1964 auch zu den olympischen Disziplinen gehört, geht auf eine Art Selbstverteidigungssport zurück, der bei den Samurais sehr beliebt war. Heute ist Judo die wohl weltweit bekannteste japanische Kampfsportart. Ein Grundsatz des Judo ist es, die Körperkraft des Angreifenden auszunutzen und gegen ihn zu einzusetzen. Während einer Japanreise kann man Sumo- und Judo-Aufführungen auch bei einigen traditionellen Festen sehen, so beispielsweise auf dem „Atsuta-Matsuri“, das am 5. Juni am Atsuta-Schrein in Nagoya stattfindet. Die älteste japanische Kampfsportart ist Kendo (Weg des Schwertes), die ebenfalls von den Samurais praktiziert wurde. Sie übten diesen Kampfsport aus, um den Schwertkampf zu trainieren. Heutige Kendo-Kämpfer müssen versuchen, ihren Kontrahenten an Armen, Oberkörper und Gesicht zu treffen. Dabei sind sie durch eine geeignete Schutzkleidung gegen Verletzungen geschützt. Karate, ein Kampfsport ohne Waffen, fand hingegen in Japan erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine weite Verbreitung, obwohl die ursprünglich indische und chinesische - Sportart bereits mehrere hundert Jahre zuvor in Okinawa bekannt war. Interessant ist es, im Urlaub in Japan eine Karate Darbietung zu besuchen Entweder ein „kunmite“ (Kampf zwischen zwei Karate - Kämpfern) oder ein „kata“ (Vorführung eines Einzelkämpfers).