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Japanreise zu den Sportevents


Autor: Anke Westhof | verfasst am 2010-01-26 | 214 mal gelesen

Die Japaner sind eine sportbegeisterte Nation. Viele populäre Sportarten wie Baseball, Golf oder Fußball wurden aus dem Westen übernommen.
Außerdem gibt es verschiedene traditionelle japanische Sportarten, die sich
großer Beliebtheit erfreuen. Zu den bekanntesten zählen Sumo und Judo. Es
lohnt sich jedoch auch, auf einer Japanreise weitere interessante Sportarten
wie Kendo (Schwertkampf), Karate oder Kyudo (Bogenschießen) kennenzulernen.

Sumo-Ringen ist der japanische Nationalsport, der einfachen Regeln folgt.
Entstanden ist der Ringkampf bereits in der frühgeschichtlichen Epoche. Die
Ringer, die bei heutigen Wettkämpfen antreten, wiegen meist zwischen 110 und
200 Kilogramm. Die Kampfkleidung beschränkt sich auf ein schmales
Leinentuch. Gekämpft wird in einem Dojo, einem Ring von viereinhalb
Metern Durchmesser. Ein Sumo-Ringkampf ist in der Regel bereits nach
wenigen Minuten beendet. Und zwar dann, wenn einer der beiden Sportler
außerhalb des Dojos auftritt oder mit einem anderen Körperteil als nur den
Füßen mit dem Boden in Berührung kommt. Bei einem Urlaub in Japan gibt es
während der 15-tägigen Turniere, die sechs Mal pro Jahr ausgetragen
werden, die Gelegenheit, einen Sumo-Ringkampf zu sehen. Die Turniere
finden in der „Ryogoku Kokugikan“ in Tokyo statt (im Januar, Mai und
September) sowie in Osaka (im März), in Nagoya (im Juli) und in Fukuoka (im
November).

Judo, das seit 1964 auch zu den olympischen Disziplinen gehört, geht auf
eine Art Selbstverteidigungssport zurück, der bei den Samurais sehr beliebt
war. Heute ist Judo die wohl weltweit bekannteste japanische Kampfsportart.
Ein Grundsatz des Judo ist es, die Körperkraft des Angreifenden auszunutzen
und gegen ihn zu einzusetzen. Während einer Japanreise kann man Sumo- und
Judo-Aufführungen auch bei einigen traditionellen Festen sehen, so
beispielsweise auf dem „Atsuta-Matsuri“, das am 5. Juni am Atsuta-Schrein in Nagoya stattfindet.

Die älteste japanische Kampfsportart ist Kendo (Weg des Schwertes), die
ebenfalls von den Samurais praktiziert wurde. Sie übten diesen Kampfsport
aus, um den Schwertkampf zu trainieren. Heutige Kendo-Kämpfer müssen
versuchen, ihren Kontrahenten an Armen, Oberkörper und Gesicht zu treffen.
Dabei sind sie durch eine geeignete Schutzkleidung gegen Verletzungen
geschützt.

Karate, ein Kampfsport ohne Waffen, fand hingegen in Japan erst zu Anfang
des 20. Jahrhunderts eine weite Verbreitung, obwohl die ursprünglich
indische und chinesische - Sportart bereits mehrere hundert Jahre zuvor in
Okinawa bekannt war. Interessant ist es, im Urlaub in Japan eine Karate Darbietung zu besuchen Entweder ein „kunmite“ (Kampf zwischen zwei Karate -
Kämpfern) oder ein „kata“ (Vorführung eines Einzelkämpfers).