Extrakorporale Stoßwellentherapie - Eine effiziente Behandlungsmethode
Autor: Ralph Schuenemann | verfasst am 2009-05-06 | 365 mal gelesen
Es gibt viele Krankheiten und Leiden, die einen im Alltag sehr beeinträchtigen, gegen die man aber nicht anzukommen glaubt, da bisher alle Behandlungsversuche gescheitert sind.
Jedoch besitzt man häufig einfach nicht das entscheidende Fachwissen über die gegenwärtigen Methoden der Gesundheitslehre, denn die geschwinde Weiterentwicklung der medizinischen Forschung macht es nicht selten möglich, bislang nur problematisch oder unmöglich behandelbare Syndrome zu besiegen.
Waren zum Beispiel früher bei einigen Krankheiten blutige Operationen unausweichlich, so kann man viele von ihnen heute ambulant, weniger schmerzhaft sowie für den Patienten unkomplizierter und angenehmer behandeln.
Leider sind viele dieser neuen Behandlungsmethoden in kleinen Allgemeinarztpraxen noch nicht angekommen und der Patient erfährt dadurch nicht von seinen Chancen.
Eine einwandfreie Sachkenntnis und umfassende Aufklärungsarbeit des ausgewählten Arztes sind ungemein von Bedeutung.
Zwei Beispiele für solch moderne und effektive, nicht mehr weg denkbare Behandlungsarten unserer Zeit sind die Extrakorporale Stoßwellentherapie (kurz: ESWT) sowie die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (kurz: ESWL).
Sie dienen derzeit insbesondere der Therapie von lang anhaltenden, behandlungsresistenten orthopädischen Erkrankungen, die einst noch operiert oder stationär behandelt werden mussten, sind dazu noch ungefährlicher und haben kaum Nebenwirkungen.
Die Ursprünge der Extrakorporalen Stoßwellentherapie gehen zurück in die 70er Jahre, wo sie in der Form der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie dazu genutzt wurde, Harn- und Nierensteine ohne Operation aus dem Körper zu entfernen.
Mit Hilfe der Fokussierung von Schalldruckwellen in der betroffenen Körperzone werden unter anderem Verkalkungen zu so etwas wie feinem Sand zermahlen, den der Körper daraufhin auf natürliche Art und Weise ausscheidet.
Um einen stationären Klinikaufenthalt zu umgehen, wird die Extrakorporale Stoßwellentherapie häufig bei orthopädischen Beschwerden, unter anderem bei Pseudarthrose oder Hüftkopfnekrose, genutzt.
Dies sind zwei sehr unangenehme Knochenheilungsstörungen, die die Leidtragenden bei Bewegungen erheblich behindern.
Pseudarthrose liegt vor, wenn sich sechs Monate nach einem Knochenbruch der Knochen noch nicht stabilisiert hat und stattdessen ein so genanntes „Falschgelenk“ ausbildet.
Beispielsweise kann die Ursache für die schlechte Knochenbruchheilung eine ungenügende Ruhigstellung oder verfrühte Belastung der betroffenen Körperstelle sein.
Sehr oft betroffen sind von dieser gestörten Knochenheilung insbesondere Unterschenkel, Oberschenkel, Oberarm, Elle, Speiche und das Kahnbein.
Pseudarthrose kann aber auch angeboren sein, z. B. am Schienbein.
Eine Femurkopf- oder Hüftkopfnekrose lässt infolge der mangelhaften Durchblutung einen Teil des knöchernen Oberschenkelknochenkopfes absterben.
Häufig kommt eine Hüftkopfnekrose bei Alkoholkranken und bei Diabetikern des Typs mellitus vor.
Verletzungen des Hüftknochens oder eine anhaltende Therapie mit Antikoagulantien können allerdings ebenso der Grund für eine Femurkopfnekrose sein.
Doch die Extrakoporale Stoßwellentherapie kommt nicht ausschließlich bei Knochenheilungsstörungen zum Einsatz.
Auch die Beseitigung von Pankreasgangsteinen ist so möglich.
Das sind Ablagerungen von Kalkkonkrementen im Gangsystem der Bauchspeicheldrüse bei einer Pankreatitis.
Des Weiteren wird die Extrakorporale Stoßwellentherapie bei einem Fersensporn verwendet.
Als einen Fersensporn (auch: Kalkaneussporn) bezeichnet man eine dornartige, verknöcherte Ausziehung des Fersenbeins, welche sich aufgrund einer Reizung entzünden und deshalb Schmerzen auslösen kann.
Ebenso finden Patienten, die eine Kalkschulter oder einen Tennisellbogen haben, dank Extrakorporaler Stoßwellentherapie Hilfe.
Größtenteils kommt eine Kalkschulter bei Frauen zwischen vierzig und fünfzig Jahren vor.
Dabei bilden sich Kalkdepots in Form von Minikugeln in den Strukturen, die das Schulterblatt umgeben.
Erreichen diese Einlagerungen irgendwann eine bestimmte Größe, führen diese zu Schmerzen bei Drehbewegungen des Arms über Schulterhöhe.
Ein Tennisellbogen wird durch eine übermäßige Beanspruchung der Unterarmmuskulatur verursacht, demnach aufgrund von sehr ausgeprägten oder wiederkehrenden Bewegungen.
Es kommt zu Schmerzen im Unterarm und einer eingeschränkten Belastbarkeit desselben.
Der Tennisellbogen ist, wie auch die Achillodynie, eine Insertionstendopathie.
Genauso ist die Achillodynie eine belastungsabhängig schmerzhafte Konsequenz von mechanischer Schädigung des Sehnengewebes, verursacht aufgrund von wiederholter Überbeanspruchung.
Achillodynie bedeutet, daß eine Überbeanspruchung der Achillessehne vorliegt, ausgelöst beispielsweise durch Langstreckenlauf.
Weil die Extrakorporale Stoßwellentherapie eine dermaßen große Menge angestammter Anwendungsgebiete gefunden hat, ist es schön, zu wissen, daß die Medizin unentwegt eine ausgeprägte Forschung betreibt und eine so zukunftsweisende Behandlungsform wie die Extrakorporale Stoßwellentherapie hervorbringen konnte.