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Das richtige Gewicht – was gibt den Ausschlag auf der Waage


Autor: Silvio Philipsen | verfasst am 2009-04-12 | 176 mal gelesen

Zu viele Pfunde auf der Waage sind nicht nur eine Frage des Aussehens – deutliches Übergewicht führt zu gesundheitlichen Risiken. Man findet sich zu dünn oder zu dick. Nun ist es jedoch wichtig die Faktoren und deren Gewichtung zu kennen. Für die Einschätzung des Körpergewichts von Erwachsenen wird der Body Mass Index, kurz BMI verwendet. Dieser berechnet sich aus dem Verhältnis des Körpergewichts in Kilogramm und der Körpergröße in Metern in Quadrat, erklären Ernährungsberater, Personal Trainer und Diät-Assistenten. Somit würde zum Beispiel ein Mann mit einem Körpergewicht von 80m kg und einer Körpergröße von 1,85 m einen BMI von 23,37 haben und damit normalgewichtig sein. Da der BMI nicht zwischen Muskel- und Fettmasse unterscheidet, ist das Ergebnis nicht immer aussagekräftig. Wer viel Sport treibt und damit auch viel „schwere“ Muskelmasse besitzt, kann fälschlicher Weise als übergewichtig angesehen werden, so die einhellige Aussage der Personal Trainer, Fitness-Coach und Ernährungsberater. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass neben dem BMI vor allem der Bauchumfang entscheidend ist, um eine Gesundheitsgefährdung durch Übergewicht besser einzuschätzen. Danach soll der Wert, nach Aussage von Ernährungsberater, Personal Trainer und Fitness-Coach, bei Frauen nicht über 88 cm und bei Männern nicht über 102 cm liegen. Warum das so ist liegt an der Eigenschaft des dort gelagerten Fettes. Das Bauchfett ist besonders gefährlich und kann das Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen erhöhen, da es das Bestreben hat, hormonell bedingt, sich in die Blutbahn abzugeben. Männer sind von der Fettverteilung „Typ Apfel“ (dünne Beine, dicker Bauch) häufiger betroffen als Frauen. Diese entsprechen mit dem Körperbau häufiger dem ungefährlicheren „Birnen-Typ“ und haben überschüssiges Fett auch an den Oberschenkeln angesammelt („Reiterhosenspeck“). Um festzustellen, zu welchem Typ man gehört, wird der Taillenumfang (Bauchumfang) durch den Hüftumfang geteilt. Ein Wert unter 0,8 spricht für eine Birnenform, ein Wert über 1,0 spricht eher für die Apfelform, so die Personal Trainer, Ernährungsberater und Mediziner. Laut Nationaler Verzehrstudie II des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom Januar 2008 sind 66 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen zwischen 18 und 80 Jahren übergewichtig (BMI >24,9). Jeder fünfte Bundesbürger ist sogar fettleibig, das heißt extrem übergewichtig (BMI über 30); bei den über 60-Jährigen sind es mehr als30 Prozent. Laut Statistischem Bundesamt und der Fachleute (Ernährungsberater, Mediziner, Personal Trainer) beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland für einen neugeborenen Jungen 76,2 Jahre und für ein Mädchen 81,8 Jahre. Die Frage, ob dünne Menschen länger leben, kann die Wissenschaft derzeit nicht genau beantworten. Einige Studien zeigten, dass bereits ein leicht erhöhter BMI gefährlich für die Gesundheit ist. Aber dünn bedeutet nicht immer auch gesund. Denn entscheidend für den Gesundheitsstatus des Menschen ist nicht nur das Körpergewicht, sondern auch die Lebensweise. So kann eine verminderte Ansprache der Körperzellen auf das Hormon Insulin (Insulinresistenz) – ein „Vorbote“ für Typ-2-Diabetes – nicht nur übergewichtige betreffen, sondern vor allem schlanke, bewegungsarme Raucher. Für ein langes Leben scheint daher ausreichende Bewegung unerlässlich zu sein. Aber auch die Ernährung ist entscheidend. Regelmäßig wird einem unterschiedliche Ernährungskonzepte propagiert. Fest steht: Zuviel aufgenommene Energie wird in Fett gespeichert und nicht wie bei Getränken über den Urin wieder ausgeschieden. Somit werden Unmengen an ungesunden wie auch an gesunden Lebensmitteln als „Hüftgold“ gespeichert. Das wiederum schlägt bei der Waage in steigenden Zahlen an. Wer überflüssige Pfunde abnehmen möchte, muss seine Energieaufnahme verringern und den Energieverbrauch erhöhen. Darüber sind sich alle Experten, wie Ernährungsberater, Mediziner und Personal Trainer, einig. Weitere wissenschaftliche Studienergebnisse deuten immer stärker darauf hin, dass vor allem der häufige Konsum von zuckergesüßten Getränken mit Gewichtszunahme verbunden ist. Der Grund, so die Fachleute (Ernährungswissenschaftler, Personal Trainer, Diät-Assistenten): Flüssiger Zucker sättigt nicht so gut wie Zucker in fester Form. Erste Anhaltspunkte sprechen dafür, dass zuckerhaltige Getränke auch das Diabetesrisiko erhöhen, ohne zuvor Übergewicht auszulösen. Die Lösung lautet: Weniger gesüßte Getränke – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen, raten Ernährungsberater und Personal Trainer.