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Überwältigende Bauten der Antike und ihre Auferstehung


Autor: Dipl.-Ing. L. Wienke | verfasst am 2006-09-26 | 644 mal gelesen

Als eines der »sieben Weltwunder« rühmten die Schriftsteller der Antike die Cheopspyramide bei Kairo, das Grab und Grabmal des Pharaos Cheops, der um 2600 v. u. Z. etwa 23 Jahre lang das ägyptische Reich regierte. Über einer Grundfläche von 230 mal 230 Metern erhebt sie sich 137 Meter empor (einst sogar 146,5 m. - Erst die gotische Baukunst erreichte im Turm des Straßburger Münsters wieder eine solche Höhe).

Etwa 2,3 Millionen Steinquader von durchschnittlich 2,5 Tonnen Gewicht waren aus den Steinbrüchen heranzuschaffen. Die granitene Deckenplatte der Grabkammer wiegt sogar rund 50 Tonnen. Mit einfachsten hölzernen Hebewerkzeugen mussten die vorher sorgfältig behauenen Steinblöcke von Stufe zu Stufe gehoben werden. Allein für den Transport des Steinmaterials sind Zehntausende von Menschen 20 Jahre tätig gewesen. So entstand unter unsäglichen Mühen das gewaltige Grabmonument, in dessen Innerem, in der so genannten Königskammer, der Sarg des Pharao aus rotem Granit steht. Welch gewaltiger Fortschritt gegenüber den urgesellschaftlichen Zuständen musste in der Entwicklung der Produktivkraft und Organisation der menschlichen Gesellschaft vorausgegangen sein, um ein derart kompliziertes bauliches Unternehmen zu bewältigen!

Die Despoten Sumers, Babylons, Assurs und der Perser ließen mächtige Königsburgen anlegen. Sie errichteten aber auch »Bauwerke des Himmels«, mit denen sie die Gunst ihrer Götter zu gewinnen suchten, zugleich jedoch als Ruhmeszeichen ihrer Herrschaft. Diese riesigen Tempeltürme, so genannte Zikkurats, fanden als »Turmbau zu Babel« in die Legende des Alten Testaments Eingang. Die babylonischen und assyrischen Bautraditionen wirkten lange auf spätere Kulturvölker nach.

Die Großartigen Bauten der Antiken sollen nun in einem Projekt von neuem Auferstehen (3D Architektur – Visualisierung von Bauten der Antike). Bei diesem Projekt sollen Bauten aus der Antike, mit Hilfe von 3D Modellierungssoftware, rekonstruiert und am Computer analysiert werden. Die neuen Möglichkeiten der 3D Visualisierung, Architekturvisualisierung und 3D Animation eröffnen den Wissenschaftlern völlig neue Wege, die damalige Baukunst nachzuvollziehen und zu verstehen.