Autor: fosforito | verfasst am 2008-06-12 | 226 mal gelesen
In der Bundesrepublik kann jeder männliche Bürger nach der Vollendung des 18. Lebensjahres zum Wehr- oder Zivildienst eingezogen werden. für Gewöhnlich kriegt der Teenager in diesem Periode eine Ladung zur Einziehung beim nächstliegenden Kreiswehrersatzamt, zu dessen Meeting der Eingeladene auch zu erscheinen hat.
Bei unkundigen Leuten, die die Kriegsdienstverweigerung, sei es aus persönlichen, religiösen oder sonstigen Gründen verwehren möchten, stellt sich oft die Frage, wie sich diese vielversprechend ausmustern lassen können und somit den Wehr- oder Zivildienst zu entfliehen. Heutzutage gibt es immer häufiger Teenager, die eine Bundeswehr Verweigerung favorisieren, um dann den Zivildienst anzutreten oder durch eine T5 oder T7 Bewertung sogar gar keinen Dienst machen zu müssen.
Um eine Kriegsdienstverweigerung zu erzwingen ist es notwendig, sich geraume Zeit vor der Untersuchung beim Kreiswehrersatzamt ein Attest des hiesigen Arztes ausstellen zu lassen, damit man eine erfolggekrönte Ausmusterung erlangt. Kriegsdienstverweigerung wird auch KDV genannt und immer häufiger von unkundigen Leuten angestrebt, denen ein Dienst in der Bundeswehr unerträglich ist. Sofern der Teenager mit T5 oder T7 bewertet wird, ist sogar eine Befreiung vom Zivildienst erzwingbar.
Erkrankungen und körperliche Erschwerungen, die eine Ausmusterung nach sich ziehen, sind zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Suizidgefährdung, Krebs oder derbe Wirbelsäulenverkrümmungen.
Leidet man an keiner Krankheit dieser Art, existiert immer noch die Eventualität, sich ein Attest ausstellen zu lassen, dass zum Beispiel psychische Schäden wie Depressionen angibt. Allerdings ist hier Bedacht wichtig. Tausende haben die Absicht die KDV zu erzwingen und lassen sich sämtliche Erkrankungen vom Arzt ausstellen. Dies kann dann zu wirkungslosen Lagen führen, wenn man beispielsweise Jahre später bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung diese Einzelheiten nicht beachtet. Auch Schwierigkeiten bei der Eingliederung im Öffentlichen Dienst gab es in der Vergangenheit schon häufiger. Es ist wird daher geraten, sich hier im Vorfeld in KDV Broschüren oder Zeitungen zu informieren, damit die Kriegsdienstverweigerung nicht zu unnützen Problemen in späteren Jahren führt.