Autor: Petra Haas | verfasst am 2008-04-15 | 157 mal gelesen
Fotografieren, Emails schreiben, den kompletten täglichen Terminplan verwalten und natürlich überall telefonieren. All das ist der Benutzer inzwischen von seinem Handy gewöhnt und will darauf wohl auch nicht mehr verzichten.
Doch seit einiger Zeit bieten viele Hersteller auch Handymodelle mit eingebauter Navigationssoftware an, die den Besitzer sicher zu seinem Zielpunkt führen sollen und den Erwerb eines reinen Navigationsgerätes unnötig machen. Erste Voraussetzung zur Nutzung des Handys als Navigationssystem ist selbstverständlich ein entsprechender Handyvertrag mit Navi.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Handys in ihrer reinen Leistung als Navigationsgerät den "spezifierten" Kollegen in nichts nachstehen. Sie sind in der Lage, Routen zu berechnen, verfügen über ein gutes Kartenmaterial und haben zusätzliche Features wie das Anzeigen der nächsten Tankstelle oder von Sehenswürdigkeiten direkt in die Navigationssoftware integriert. Sollte der Fahrer von der berechneten Route, mit Absicht oder ohne, abweichen ist das Handy auch in der Lage, sich anzupassen und sofort eine neue Route auszurechnen. Das kleinere Display stellt auch kein Problem dar, da die Wegbeschreibung wie beim normalen "Navi" akustisch erfolgt.
Es gibt bei der Navigation mit dem Handy zwei verschiedene Modelle:
Beim Onboard-Model hat das Gerät das notwendige Kartenmaterial und alle nötigen Infos gespeichert und berechnet auch eigenständig die Route. Geräte, die das Offboard Prinzip benutzen, senden die eingegebenen Zieldaten an einen Server, der dann die Route plant. Vorteil hierbei ist, dass der Server meist auch über aktuelle Staus oder andere Verkehrsbehinderungen informiert ist, während das onboard Model solche Informationen nicht abfragen kann. Auch kann es nach einiger Zeit veraltet sein kann. In diesem Fall darf also nicht vergessen werden, das Kartenmaterial regelmäßig zu updaten. Das sollte man bei der Wahl des günstigsten Handyvertrages unbedingt berücksichtigen.
Nachteil des offboard Models ist die eventuelle sehr lange Berechnungs- und vor allem Sendezeit zwischen Server und Handy, die beispielsweise beim Abweichen von der eigentlichen Route zu Verzögerungen führen kann. Denn dann muss das Handy mithilfe der neuen Positionsdaten und des Servers die Route noch neu berechnen.
Bei beiden Modellen muss man jedoch einen GPS Empfänger erwerben, der ähnlich wie ein normales Navigationsgerät an der Frontscheibe befestigt wird und seinen Strom über den Zigarettenanzünder bezieht. Je nach Modell hat der Benutzer dann die Möglichkeit, den Empfänger per Kabel oder aber per Blue Tooth, was Kabelsalat erspart, mit dem Handy zu verbinden.
Schon kann es losgehen und der erfolgreichen Fahrt zum Zielpunkt steht nichts mehr im Wege.
Und selbst für Wanderer kann sich das Handy mit GPS als nützlich erweisen. So hat der Hersteller Sony Ericsson Handys im Programm, die es ermöglichen, den eigenen Standort per GPS zu bestimmten und so z.B. die zurückgelegte Strecke zu berechnen.