Autor: Kathrin Grieder | verfasst am 2008-04-09 | 1548 mal gelesen
Eine neue Methode gegen eine zu schnelle Ejakulation lässt aufhorchen: Die Firma ORGAWELL® hat kürzlich eine sichere Methode auf den Markt gebracht, die Männern hilft, den Orgasmus zu kontrollieren.
Männer verbessern damit ihre statischen Funktionen im Genitalbereich und können ihren Orgasmus wieder hinauszögern. Die Methode setzt dort im Körper an, wo ein vorzeitiger Samenerguss entsteht und der Orgasmus gesteuert wird. Die schnelle Ejakulation wird im Gegensatz zu anderen Mitteln durch die neue Methode ursächlich und nicht symptomatisch bekämpft.
Eine schnelle Ejakulation kommt bei vielen Männern vor. Das Phänomen trägt kaum zum Seelenwohl der Betroffenen bei und wird meist auch von der Sexualpartnerin oder dem Sexualpartner schmerzlich verspürt. Hält es an, kann das Geschlechtsleben dauerhaft ausser Bahn geraten, deshalb ist rasches Eingreifen nötig.
Doch inwiefern kann ein vorzeitiger Samenerguss als "Krankheit" bezeichnet werden? Ist eine Behandlung mit chemikalischen Mitteln nicht Fehl am Platz bei einem Symptom, das von Definition her subjektiv ist? Die Entwicklung in den letzten Jahren hat gezeigt, dass die Medizin kein spezifisches Medikament gegen die vorzeitige Ejakulation finden konnte, und sich deshalb auf allerlei Scheinhilfen abstützte. So zum Beispiel die Vertreter der sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), welche klassisch zur Bekämpfung von Depressionen verwendet werden.
Nun soll dieser Wirkstoff gegen die schnelle Ejakulation helfen. Tatsächlich zögert er den Orgasmus hinaus - dies haben Forscher schon früher herausgefunden. Dennoch bleibt eine regelmässige Verabreichung höchst fraglich. Denn die Nebenerscheinungen von Psychopharmaka sind bekannt und gefährlich - sie können nicht nur die Sexualfunktion nachhaltig stören, sondern auch die suizidalen Tendenzen steigern. Treten sie ein, ist eine die Therapie deutlich verfehlt.
Ausserdem haben in einer Untersuchung nur cirka 25% der Getesteten, die früher Orgasmus haben, und sie mit Dapoxetin hinauszuzögern versuchten, eine deutliche Wirkung festgestellt. Aus all diesen Gründen raten Urologen heute von solch radikalen Mitteln ab.