Autor: Lutz Oschmann | verfasst am 2008-03-08 | 85 mal gelesen
Passivhäuser oder Niedrigenergiehäuser sind derzeit wieder gut im kommen. Energiediskussionen sowie Gas- und Strompreiserhöhungen veranlassen viele zukünftige Bauherren von Wohnhäusern, von Anfang an auf eine Hohe Wärmedämmung an den Außenwänden zu setzen. Es ist zwar im Internet möglich, mit einem Gas- und Stromvergleich Anbieter mit billigeren Tarifen zu finden, aber es geht natürlich auch mit um die Verringerung von umweltschädlichem Kohlendioxid-Ausstoß, was nur mit einer nachhaltigen Energieeinsparung vor allem bei der Heizung zu erzielen ist. Daher ist ein Passivhaus ideal, verbraucht es doch nur 1,5 Liter Heizöl pro Jahr auf den Quadratmeter. Im Vergleich: ein mehr als 20 Jahre altes Haus dürfte so das 8 bis 10-fache verbrauchen. Ermöglicht wird der Einspareffekt bei der Heizung eines Passivhauses durch die hohe Wärmedämmung an den Außenwänden, den 3-fach-isolierverglasten Fenstern und der Luftdichtheit der Bauhülle des Hauses. Die Investitionskosten sind allerdings dabei ungefähr 30 Prozent über denen eines herkömmlich gebauten und isolierten Hauses. Nach der neuesten Energieeinsparverordnung 2007 sind die Eckdaten für den normalen Neubau weiterhin nach oben gesetzt, so dass die Differenz der Mehrkosten eines Passivhauses immer geringer wird.
Möchte man lieber ein Altbauhaus kaufen, um da einzuziehen, sollte man vorher die Bausubstanz von einem Energie- oder Baufachmann auf Wärmeverluste untersuchen lassen. Anbieten tut sich dafür ein Blower-Door-Test, der die Luftdichtheit des Gebäudes untersucht und ermittelt, wo durch undichte Stellen am Haus kalte Außenluft eindringt oder man lässt sich über eine Wärmebildkamera, auch Thermografie genannt, stellen am Haus aufzeigen, an denen Wärme verloren geht. Energieversorgungsunternehmen, die teilweise auch Billigstrom Anbieter sind, bieten ihren Kunden die Thermografie für weniger als 100 Euro an. Mit der Thermografie kann man nach einer Bau- oder Sanierungsmaßnahme auch feststellen, ob die Baufirma ordentlich bei der Anbringung der Wärmedämmung gearbeitet hat, da zwischen den Wärmedämmplatten an der Außenwand keine Lücken sein dürfen. Sind doch Lücken vorhanden, werden diese durch einen vermehrten Wärmeverlust angezeigt. Der Wärmeverlust lässt sich auf dem Thermografie-Bild durch eine Rotfärbung an dieser Stelle feststellen.