Autor: Agathe Freudenstein | verfasst am 2008-01-12 | 86 mal gelesen
Zum Toskanischen Archipel gehören die 7 Inseln Elba, Giglio , Giannutri, Montecristo, Capraia, Pianosa und Gorgona. Nicht alle Inseln sind bewohnt aber alle gehören zum Parco Nazionale dell’Arcipelago Toscano einem Naturschutzgebiet das fast das geamte Archipel umfasst und 1991 gegründet wurde.
Der Sage nach verlor Venus, in dem Moment, als sie aus dem Meer auftauchte, um den Horizont zu umarmen, sieben Perlen aus dem Band, das ihren Hals schmückte. Diese fielen ins Meer und aus ihnen entstanden die sieben Inseln des Toskanischen Archipels.
Elba – auf den Spuren Napoleons
Elba ist die drittgrößte Insel Italiens. Alle Fähren vom Festland landen im Hafen von Portoferraio. Süßlicher Macchia-Duft, Häuser in warmen Sonnenfarben, quirlige Atmosphäre. Die Insel Elba ist gerade mal 27 km lang und zwischen 3,5 und 18 km breit, aber ungemein vielfältig und reizvoll. Neuneinhalb Monate lang war Napoleon Bonaparte Kaiser der Elbaner. Seinen Spuren begegnet man auf der Insel noch heute auf Schritt und Tritt.
Giglio
Giglio ist die zweitgrößte Insel des toskanischen Archipels, sehr bergig, teils üppige Vegetation und blühende Macchia. Man lebt von Fischerei, etwas Weinbau und vor allem vom Fremdenverkehr. Im August überschwemmen Römer das kleine Eiland, viele haben ihre Jachten dort liegen. In der Nebensaison ist Giglio dagegen sehr zu empfehlen und auch zum Wandern schön – zahlreiche Feldwege und Eselpfade durchziehen das weitgehend menschenleere Inland.
Capraia – Erlebnis Natur
Das kleine, wilde Felseiland mit seinen schroff ins Meer abfallenden Steilküsten liegt zwischen Korsika und Elba und ist 1- bis 2- mal täglich mit dem Schiff ab Livorno zu erreichen. Die Überfahrt dauert ca. 2,5 Stunden. In den 1980er Jahren wurde die ehemalige Gefängnisinsel zum geschützten Naturpark erklärt. Es gibt nur einige Häuser am Hafen und ein etwa 2 km entferntes Dorf, kaum 300 Menschen leben während der Saison auf Capraia, im Winter sind es nicht mal 100. Die wenigen Unterkünfte sind im Hochsommer komplett ausgebucht. Das Inselinnere ist einsam, ideal für Naturliebhaber und Wanderer und bietet eine Viehlzahl an endemischen Pflanzen. Strände gibt es kaum.
Montechristo – die Heimat der Wandervögel
Die wilde und unbewohnte , mit Macchia bewachsene Insel stellt einen bedeutenden Ruhe- und Rückzugsort für Wandervögel dar. Montecristo, etwa 10 Quadratkilometer groß, ist eine der unzugänglichsten und wildesten Inseln des ganzen toskanischen Archipels. Um nach Montecristo zu gelangen, wo nur 2 Einwohner ständig leben ist eine ministerielle Erlaubnis nötig, die hauptsächlich nur aus Studiengründen oder an wissenschaftliche Gruppierungen erteilt wird.
Pianosa – das Hochsicherheitsgefängnis der Toskana
Die Insel gehört vollständig zum Nationalpark des Toskanischen Archipels. Der Zugang verlangt eine Erlaubnis seitens der Parkdirektion.
Man erreicht Pianosa in etwa 35 Minuten mit dem Boot vom Hafen Marina di Campo auf Elba. Auf der Insel existierte etwa 150 Jahre ein Hochsicherheitsgefängnis, welches 1998 geschlossen wurde. Seitdem kann die Insel wieder besichtigt werden.
Auf Pianosa befinden sich die allerschönsten Buchten und Klippen de ganzen toskanischen Archipels.
Gorgona – die Pflanzeninsel
Die kleinste Insel des toskanischen Archipels, westlich von Livorno gelegen, hat etwa 300 Einwohner. Die meisten unter ihnen sind Sträflinge, denn seit 1869 befindet sich hier eine landwirtschaftliche Strafanstalt.
Die Insel zu etwa 90% mit Macchia bedeckt ist. Über 400 verschiedener Pflanzenarten sollen dort vorkommen.
Man kann Gorgona nur dienstags in den Sommermonaten in kleinen Gruppen nach Voranmeldung besuchen.
Giannutri – ein Traumziel für Taucher
... ist die südlichste Insel des toskanischen Archipels. Sie hat die Form eines Halbmondes, ist 500 Meter breit und etwa 5 km lang, genau richtig für einen schönen Spaziergang. Die Insel ist ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Taucher besucht, die vom Zauber der dortigen Meeresgründe angelockt werden: Kliffe, Grotten, Wiesen mit Poseidonien, Seerosen, Medusen, Seepferdchen, Seesterne, Korallen, Seeigel, Brassen, Schwämme aber auch Reste untergegangener Schiffe. Selten, aber durchaus möglich sind Begegnungen mit Delfinen, Walen oder Seeschildkröten, besonders auf der Überfahrt zum Festland.
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