Autor: Lutz Oschmann | verfasst am 2008-01-08 | 71 mal gelesen
Man glaubt gar nicht, dass man in Wohnungen oder in seinem Haus richtig viel Energie sparen kann, wenn man bestimmte Regeln beim Betreiben von Stromgeräten oder der Heizungsanlage einhält. Als Wohnungsmieter sind einem die Hände gebunden, vor allem wenn das Haus sehr alt ist und die Außenwand früher nicht richtig beim Bau gedämmt wurde, da es noch keine Energiegesetze gab. Aber als Mieter oder Eigentümer hat man trotzdem eine gute Chance, die Heizkosten gegenüber dem Vorjahr zu senken, nämlich durch sein Heizverhalten. Sehr oft laufen die Heizkörper in vielen Wohnungen den ganzen Tag auf hohem Temperaturniveau. Es sind aber an allen modernen Heizkörpern Thermostatventile mit einem regulierbaren Thermostatkopf montiert. Mit dieser Voraussetzung ist man dem Sparen an Heizenergie schon ein ganzes Stück näher gekommen. Dieses Thermostatventil hat die Aufgabe, die am Thermostatkopf eingestellte Raumtemperatur zu halten. Benutzt man einen Raum in der Wohnung tagsüber nicht, wie dem Schlafzimmer, kann man die Raumtemperatur runterregulieren und spart somit ungefähr 6 Prozent Heizungskosten pro reduziertem Grad Celsius Raumtemperatur. Umgekehrt geht das Ganze noch besser. Nachts sollte man die Temperatur in allen nicht genutzten Räumen in der Wohnung um 2 bis 3 Grad Celsius absenken, die so genannte Nachtabsenkung durchführen. Da ja oft nur das Schlafzimmer dann genutzt wird, sind die restlichen Wohnungsräume runterreguliert. Führt man dies konsequent den gesamten Herbst und Winter hindurch durch, ist die nächste Betriebskostenabrechnung bestimmt nicht mehr so hoch wie im Vorjahr, natürlich immer vorausgesetzt, die jeweiligen Außentemperaturen waren ähnlich beim Herbst und beim Winter. Und diese Maßnahmen kosten kein Geld sondern werden nur durch die Konsequenz der Wohnungsmieter erfolgreich umgesetzt, also ein gutes Gegenmittel gegen hohe Gaspreise.
Die Stromkosten sind bei den hohen Energiepreisen auch ein bedeutendes Thema. Da die Stromanbieter fast jedes Jahr die Preise erhöhen, muss man sich als Bewohner in seiner Wohnung einmal umschauen, wo die größten Energiefresser stehen. Dabei sind nicht immer nur die größten Elektrogeräte wie der Elektroherd am hohen Verbrauch schuld, auch die ungenutzten Geräte wie Fernseher, PC, Videorecorder und einige mehr verbrauchen Strom, wenn sie gar nicht eingeschalten sind, sondern sich im Stand-by-Modus befinden. Verbrauchervereine haben errechnet, das in einem 4-Personen-Haushalt im Jahr durch Elektrogeräte im Stand-by-Modus ungefähr 80 Euro ungenutzt zum Fenster hinausgeschmissen werden. Mit diesem Geld wäre die Taschengelderhöhung der Kinder zumindestens schon mal finanziert gewesen.