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Energiesparsam Heizen mit Fussboden- und Brennwertheizung


Autor: Lutz Oschmann | verfasst am 2008-01-04 | 327 mal gelesen

Spätestens jedes Jahr in der kalten Jahreszeit, wenn die Heizungsanlage auf Hochtouren läuft, kommt einem zu Bewusstsein, das man sich mit den Möglichkeiten zur Einsparung von Heizenergie befassen sollte. Dabei kann man durch überlegtes Handeln seine Heizkostenrechnung senken, indem man die Raumtemperaturen in der Wohnung durch Thermometer überwacht und bei einer Überheizung von Räumen die Thermostatventile entsprechend drosselt. Oder man sorgt dafür, dass die Thermostatventile der Heizkörper von Räumen, welche längere Zeit nicht genutzt werden, herunterdreht, was sich vor allem nachts lohnt. Dabei kann man über die gesamte Heizperiode teures Heizöl oder Gas sparen und die Umwelt schont es neben dem eigenen Geldbeutel auch noch. Es gibt aber auch technische Möglichkeiten, den Bedarf an Heizenergie zu senken. Diese Möglichkeiten sollte man vor allem nutzen, wenn man vor hat, ein neues Haus zu bauen oder die vorhandene Heizungsanlage im Haus zu sanieren. Zwei Fälle sollen hier näher benannt werden. Einmal der Einbau einer Brennwertheizung und zum anderen die Verlegung einer Fußbodenheizung als Alternative zu den herkömmlichen Wandheizkörpern. Diese beiden Varianten, die einzeln möglich sind aber gerade gemeinsam als Kombination eine optimale Energieeinsparung ergeben, sind bei der Umsetzung mit finanziellen Investitionen verbunden. Es geistern immer viele Zahlen herum, wann sich solche finanziell Anlagen amortisieren. Das kommt aber immer auf den Einzelfall des zu beheizenden Gebäudes an. Für solche Aussagen sollte ein Energieberater hinzugezogen werden, welcher den zukünftigen Energieverbrauch der Heizung anhand von Berechnungen ermittelt und den Kosten des eingesetzten Energieträgers wie beispielsweise Gas mit einem Gasrechner gegenüberstellt.
Auf alle Fälle hat man bei einem Brennwertheizungskessel gegenüber einem Kessel der Niedertemperaturheizung einen um 10 Prozent günstigeren Wirkungsgrad und damit einen ungefähr 10-prozentigen geringeren Brennstoffverbrauch. Die Niedertemperaturheizung läuft dabei mit einer Vorlauf-/Rücklauftemperatur von ungefähr 70/50 Grad Celsius, die Brennwert-Heizung im günstigen Fall mit 40/30 Grad Celsius. Bei ähnlichen Vorlauf-/Rücklauf-Temperaturen werden auch Fußbodenheizungen betrieben. Der günstige Wirkungsgrad bei den Brennwertkesseln und Brennwertthermen entsteht durch die zusätzliche Nutzung der Abwärme aus der Abgasanlage nach dem Verbrennungsvorgang in der Öl- oder Gas Brennwert Heizung. Über den Abgaswärmetauscher in der Abgasanlage des Heizkessels wird die noch reichlich vorhandene Wärme an das durch den Wärmetauscher fließende Heizungswasser abgegeben, bevor dieses Wasser dann im Heizungskessel wieder aufgewärmt wird, um die Heizkörper zu erwärmen. Dabei fällt aus dem Abgas saures Kondensat aus, welches über ein Neutralisationsgerät neutralisiert wird und danach in das allgemeine Abwasser fortgeleitet wird. Ob eine Neutralisation immer notwendig ist, besagen die Vorschriften der regionalen Wasserbehörde.