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Mini-Blockheizkraftwerke im sparsamen Haus


Autor: Lutz Oschmann | verfasst am 2008-01-02 | 109 mal gelesen

Durch die hohen Preise bei der Energieversorgung wünscht sich mancher Hausbesitzer eine unabhängige Versorgung mit Strom und Heizungswärme. Für eine autarke Stromversorgung könnte man sich eine Photovoltaikanlage auf das Dach montieren, aber leider ist die Sonneneinstrahlung im Winter nicht immer ausreichend gewährleistet. Das Gleiche trifft für Solarmodule zur Erwärmung von Heizungswasser zu. Eine ganzjährige Energie-Vollversorgung über die Nutzung der Sonnenenergie ist in Deutschland nicht möglich. Es gibt aber eine alternative Möglichkeit zur relativen Selbstversorgung mit Strom und Wärme, nämlich ein kleines Blockheizkraftwerk, abgekürzt BHKW genannt. Relative Selbstversorgung deshalb, weil das kleine Blockheizkraftwerk mit Brennstoff versorgt werden muss, der meistens wiederum von einem Gasanbieter bezogen werden muss oder wo man von einem Diesel-Kraftstofflieferanten abhängig ist. Das Blockheizkraftwerk passt in jedes Haus und kann im Keller bzw. im Heizungskeller untergebracht werden, braucht aber auf alle Fälle einen separaten Raum, da der Aufstellungsraum Mindestanforderungen an den Schallschutz erfüllen muss. Ein Blockheizkraftwerk besteht aus unterschiedlichen Komponenten: dem Verbrennungsmotor, dem Heizkreislauf, dem Generator und dem Abgaswärmetauscher. Der Verbrennungsmotor ist der Antrieb des gesamten Blockaggregates. Der Motor kann, ähnlich wie bei einem Kraftfahrzeug, mit Diesel oder Erdgas betrieben werden. Dabei wird ein Generator angetrieben, der im Inneren durch drehende Bewegungen an Metallspulen vorbei den Strom erzeugt. Das Prinzip ist ähnlich wie bei einem Fahrraddynamo. Der Strom kann dann entweder für den eigenen Stromverbrauch im Haus genutzt werden oder man speist die erzeugte elektrische Energie in das öffentliche Stromnetz ein. Vorher hat man dafür einen Vertrag mit dem örtlichen Stromversorger geschlossen, der dem Besitzer des Blockheizkraftwerks die Stromeinspeisung vergütet. Es wird dafür ein Stromrechner in Form eines Einspeisezählers benötigt. Dafür gibt es gesetzliche Festlegungen. Man kann also auch Geld mit seiner Strom - Versorgungsanlage verdienen.
Die wichtigste Funktion bei einem BHKW ist aber die Erwärmung der Heizungsanlage. Der Verbrennungsmotor erzeugt wie beim Auto viel Wärme. Im Auto heizt man mit dieser Wärme in der kälteren Jahreszeit den Innenraum aus. Genauso erfolgt dies auch beim BHKW. Die Abwärme vom Motor und die Wärme im Abgas nach der Verbrennung des Kraftstoffes wird über Wärmetauscher auf das durch das Blockheizkraftwerk durchfließende Heizungswasser übertragen, das diese Wärme dann zu den einzelnen Heizkörpern im Einfamilienhaus, Doppelhaus, Mehrfamilienhaus oder dem kleinen Gewerbebetrieb weiterleitet. Es wird also die eingesetzte Energie für den Verbrennungsmotor sehr gut ausgenutzt.