Spätzle sind nicht nur ein „Schwäbisches Leibgericht“!
Aus Gründen die ich mir nicht vorstellen kann, sind noch immer viele Frauen und Männer in Deutschland der Meinung Spätzle seien wirklich nur von Schwaben machbar und auch essbar. Aber dieser kleine schnuckelige Teigklops, diese frisch zubereitete „Nudel“ hat irgendwann beschlossen aus ihrem Schattendasein auszubrechen und ist nun auf dem Weg sich über ganz Deutschland auszubreiten. Und das mit Recht.
Spätzle werden inzwischen auf alle möglichen Arten zubereitet. Sie finden ihren Platz auch in der anspruchsvollen Küche. Sowohl als Beilage zu fast allen Fleischgerichten, als auch als Hauptgericht. Ein Beispiel dafür sind die berühmten Allgäuer Kässpätzle diese werden inzwischen fast bundesweit serviert.
Auch die vielseitigen Arten wie der Spätzleteig in der modernen Küche zubereitet wird gab dem armen Spätzle einen richtigen Schub nach vorne.
Auf keiner Speisekarte dürfen inzwischen zum Beispiel Spinatspätzle fehlen. Dabei wird leicht gegarter und klein gehackter Spinat in den Teig gemischt. Die dann grün gefärbten Spätzle werten jedes Menü auf.
Ganz „in“ sind natürlich auch Bärlauch Spätzle, bei denen ebenfalls Bärlauch fein gehackt unter den Teig gemischt wird, dies natürlich nur wegen der Farbe, denn der Bärlauch verliert beim Erhitzen seinen feinen Geschmack. Echte Profis mischen deswegen unter die fertigen Spätzle ebenfalls den frischen kurz gegarten Bärlauch, oder Bärlauch Pesto. Schmeckt einfach herrlich.
Aber egal ob Ihr die Spätzle richtig gelb ( Curcuma oder Safran ), rot ( Tomatenmark ) oder Schwarz (Schwarze Spätzle macht man mit Sepiatinte, gibt es im guten Fischgeschäft ) macht, farbige Spätzle sind immer ein Hingucker.
Spätzle finden natürlich auch zu Recht Eingang in die Vollwertküche, denn der Spätzleteig kann auf so viele verschiedene Arten zubereitet werden. Vollkornmehl, Dinkelmehl sowie selber gemahlenes Mehl geben den Spätzlen eine besondere Note. Ebenfalls spielt es keine Rolle ob Sie Cholesterin bewusst keine oder fast keine Eier für den Teig nehmen, dafür aber den Teig mit Hartweizen Gries aufwerten, die Spätzle schmecken immer und sind sehr nahrhaft und gesund.
Ich denke es wird nicht mehr lange dauern, und Spätzle werden in Norddeutschland genauso selbstverständlich gegessen wie in Süddeutschland.
Bald werden diese „Spatzen“ sich auf der ganzen Welt zuhause fühlen.
Siegfried Muxel