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Existenzgründung für Einzelkämpfer


Autor: Andrea Delp | verfasst am 2007-07-11 | 288 mal gelesen

Die meisten Existenzgründungen finden nicht etwa im grossen Stil statt. Viel mehr ist so, dass die Wirtschaft von kleinen und mittleren Unternehmen getragen wird. Dabei finden sich in vielen Branchen deutlich mehr Einzelgründungen, als irgend etwas anderes. Wer mit einer Existenzgründung als Einzelperson an den Start gehen will, der sollte einiges beachten.

Nicht sinnvoll ist das Angebot eines breiten Waren- oder Dienstleistungsprogramms. Die besten Chancen mit einer Existenzgründung hat eine Einzelperson dann, wenn sie Exzellenz für einen bestimmten Bereich entwickeln kann und das ist nur möglich, wenn eine Spezialisierung erfolgt. Die Konzentration auf Kernkompetenzen spielt also für die Einzelkämpfer-Existenzgründung eine grosse Rolle.

Ein weiteres wichtiges Thema für Allein-Gründer ist die Bildung von Kooperationen. Wer alles alleine machen will, der bekommt oft Schwierigkeiten. Es ist einfacher, sich mit anderen zusammen zu tun und gemeinsam am Erfolg zu arbeiten. So kann beispielsweise die Kooperation mit einem Steuerberater sinnvoll für einen frisch gegründeten Anwalt sein. Mit anderen Worten: Kooperationspartner helfen, sich gegenseitig Empfehlungen auszusprechen – sich ergänzende Dienstleistungen oder Produtke sollte der Kooperationspartner also im Programm haben.

Die Auswahl der Rechtsform für eine Existenzgründung einer Einzelperson hängt von verschiedenen Kriterien ab und diese sind vielfältig. Grundsätzlich sollte eine Einzelperson prüfen, ob die Existenzgründung als Einzelunternehmen oder Einmann-GmbH geeignet ist und welche Rechtsform die passendste ist. Die Existenzgründung als Freiberufler ist dabei keine eigene Rechtsform, sondern eine Spielart der Existenzgründung als Einzelunternehmen und ermöglicht die Existenzgründung ohne dabei ein Gewerbe anmelden zu müssen. Allerdings steht die Freiberuflichkeit nicht jedem Gründer offen - die Vorraussetzungen können im Steuergesetz nachgelesen werden.

Auch die Prüfung, ob Fördermittel zur Verfügung stehen und wie die Finanzierung der Selbstständigkeit zu Beginn funktionieren soll, gehört zu den Vorbereitungsarbeiten. Dass ein Businessplan erstellt werden sollte, ist auch schon lange kein Geheimnis mehr. Trotzdem sehen viele Gründer keinen Sinn darin, sich die Zeit für den Businessplan zu nehmen. Das ist meist ein grosser Fehler, denn schliesslich hilft der Businessplan, eine Existenzgründung gut zu planen und die Existenzgründung zur dauerhaften, tragfähigen und erfolgreichen Selbstständigkeit zu führen.