Autor: A. Frikell | verfasst am 2007-04-17 | 436 mal gelesen
Fossile Haizähne als Silberschmuck
Die meist Urlauber sammeln Fossilien, vor allem Zähne, zum Zeitvertreib, aus Spaß oder Leidenschaft, vielleicht Neugier oder tieferem Interesse.
Erstere sammeln und erfreuen sich an der Schönheit und Menge der Beute, die anderen gehen systematischer vor. Jede Epoche zwischen Paleozän und Pliozän, in der die Haíe ihre Vorherrschaft im Meer hatten, brachte neue Arten hervor.
Sicher ist, das fossile Haizähne schon immer eine besondere Anziehungskraft auf den Menschen
haben. Deshalb werden diese Fossilien immer öfter zu
Silberschmuckund Modeschmuck verarbeitet, da jeder versteinerte Haizahn ein Unikat ist und somit ein einzigartiges Geschenk ist.
Fossile Haifischzähne werden auch als Steinzungen, Zungensteine, Natternzungen, Schlangensteine und Donnersteine bezeichnet. Es sind Fundorte in der ganzen Welt bekannt, die wichtigsten liegen allerdings in Marokko, Florida, in der Atacama Wüste in Chile und in Holland.
Schon in der Steinzeit wurden versteinerte Haizähne als Schmuck verwendet.
Auch die Indianer Nordamerikas, so wie die alten Ägypter schätzten versteinerte Haizäne als Schmuck und Talisman. In Europa wurden sie von den Germanen als Zaubersteine verehrt und auch später im Mittelalter wurden sie als Schutzamulett getragen, oder auch zu Medizin verarbeitet. Man glaubte, dass pulverriesierte versteinerte Haizähne ein gutes Mittel gegen Pocken, Fieber, Schüttelfrost, Epelepsie und Parasiten sind.
Die Tiere entwickelten sich entsprechend der klimatischen und biologischen Verhältnisse und veränderten, unabhängig von der ohnehin besthenden Artenvielfalt, auch ihr Gebiß und damit das Aussehen ihrer Zähne.
Entsprechend kann der Fachmann oder kundige Laie gefundene Zähne den Arten und damit ihrer Lebenszeit zuordnen.
So zum Beispiel, ob ein Zahn einem „Isurus desori“ oder einem „Megalodon Hai“ zugeordnet werden muß oder aus dem Miozäm oder Eozän stammt.