Wie kaum ein Modewort der letzten Jahre hat das Vokabel Energiewende in den letzten 20 Jahren an Bedeutung gewonnen. Insbesondere seit den tragischen Ereignissen im Atommeiler Fukushima, ist diese Neuschöpfung in den alltäglichen Wortschatz der Deutschen eingegangen. Dabei ist dieses Wort eigentlich gar nicht besonders alt. Erfunden hat es letztendlich das Münchener Öko-Institut in den 90ern des letzten Jahrhunderts. Seither ist am Sektor der Energiegewinnung viel passiert und der in diesem Jahr noch als visionär erscheinende Umbruch von den traditionellen zu den erneuerbaren Energien Windkraft, Geothermie, Biomasse, Abwärme, Gezeiten/Wellen, scheint mittlerweile in greifbare Nähe gerückt zu sein.
Was sind aber die wichtigsten Argumente für die Energiewende?
Trotzdem ist eine Sache vermutlich klar: Ohne Strukturänderungen in der Politik gibt es die Energiewende nicht. Ideen zur Änderung gibt es - je nach unterschiedlicherPhilosophie - etliche, welches Konzept sich in Zukunft aber wirklich durchsetzen wird, ist augenblicklich noch vollständig offen. So unterschiedlich all diese Szenarien aber auch sein mögen: In einer Sache sind sich alle einig: Die radikaleSteigerung des Wirkungsgrades ebenso wie innovativste Techniken der sind wesentlich um die Wende zu ereichen. Andere Themen sind dagegen jetzt noch offen: So stehen sich augenblicklich beispielsweise die alte (zentralistisch organisierte) Art der (Muster: Desertec) und neue (dezentral organisierte) Formen der Energieerzeugung (Beispiel: Photovoltaik vom eigenen Hausdach...) noch feindlich gegenüber.
Wie die zukünftige Versorgung mit Energie im Grunde aussehen wird, ist heute selbstverständlich noch eher offen. Die grundlegensten Aspekte, die logischerweise jedes zukünftige Szenario formen werden, kennen wir aber dennoch bereits heute. Natürlich müssen auf allen Ebenen die modernsten Verfahren benutzt werden. Dies betrifft insbesondere fogende Aspekte: Energietransport, Nutzung der Energien. Weiters wesentlich sind: besonders, energiesparende Geräte. Und auch zukünftige Stromnetze werden wahrscheinlich anders aussehen müssen, als die aktuellen (Stichwort: intelligente Stromzähler!).
Diese Faktoren sind für die Energiewende bedeutsam: die Politik und die Forschung. Die Forschung ist deshalb notwendig, weil unsere aktuellen Techniken bei Erzeugung, Transport der Energie auf keinen Fall reichen um die Sachlage grundlegend zu ändern. Und die Politik muss erst die Rahmenbedingungen realisieren unter denen die Forschung gezielt arbeiten kann, die Kraftwerke gewinnbringend wirtschaften können, die kleinen Erzeuger (Wichtig: Solarstrom vom Hausdach) ihren Strom einspeisen können
usw.
Und die Politik ist deswegen essentiell, weil erst sie die grundlegenden Rahmenbedingungen ermöglichen kann. Und last but not least: In der gesamten Bundesrepublik muss der Wille zugrundlegenden Änderungen klar vorhanden sein.
Von allen Staaten der Welt stehen derzeit wohl in Japan und in Deutschland die Zeichen sehr gut um die angestrebte Energiewende auch tatsächlich zu erreichen. Japan ist nach den dramatischen Vorfällen im Atomkraftwerk Fukushima sicherlich daran interessiert in Zukunft sauberere Formen der Energiegewinnung zu nutzen und in Deutschland gibt es eine historisch gewachsene Anti-Atomkraftbewegung, die bereits seit den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aktiv ist. Beide Staaten verfügen über genügendErfahrungen bei technischen Großprojekten, Know-How, Forschungseinrichtungen um das Projekt "Energiewende" zu realisieren und beide Staaten sind in Technik und Wirtschaft führend. Darüber hinaus gibt es aber auch eine Reihe von anderen Staaten, die sich in Richtung der regenerierbaren Energien engagieren und selbst das Wüstenland Abu Dhabi ließ erst neulich mit seinem Projekt Masdar City aufhorchen.