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Tinnitus - eine unangenehme Krankheit


Autor: Raphael Bolius | verfasst am 2011-07-13 | 35 mal gelesen

Als Tinnitus bezeichnet man eine Krankheit des Ohres, die sehrweit verbeitet ist. Die Kranken leiden unter permanenten Geräuschen wie, Blubbern ,Summen oder Zwitschern. Tinnitus kennt selten eine geschlechtliche oder soziologische Unterscheidung. Nichtsdestotrotz gibt es einen kleinen Gipfel bei Männern, um die 35 Jahre. Bereits die Römer bezeichneten den Tinnitus (der Name kommt ja aus dem Lateinischen) als das was er ist: "Ohrenklingeln"

Beim erstmaligen Auftreten von Tinnitusbeschwerden müssen die Betroffenen schnell einen HNO-Spezialisten aufsuchen um sich ansehen zu lassen. Oft ist es zu Beginn der Krankheit leichter als nach langem Leid das Problem zu beheben. Insgesamt gibt es allerdings aber unglücklicherweise kein Rezept für eine dauerhafte Therapie. Für viele Erkrankte beginnt somit nach der ersten Diagnose eine lange Irrfahrt von Therapien und Behandlungen.

Potentielle Ursachen von Tinnitus im Überblick:
Oditis
Endolymphschwankungen
Morbus Menière
Hörsturz
Otalgie
Mittelohrentzündung
Stress


Während man in vergangener Zeit davon ausging, dass die Ursache von Ohrgeräuschen im Mittelohr sein müsste, ist man nach neuesten Forschungen von dieser Theorie wieder abgekommen. Die aktuellen Modelle der Tinnitusforschung gehen eigentlich davon aus, dass die Ursache der Erkrankung im Hirn zu finden ist. Wissenschaftler haben entdeckt, dass das Hirn des Menschen versucht Störungen des Gehörs zu kompensieren und die Nerven der zentralen Hörbahn in Folge dessen zu sehr strapaziert. Diese Theorie erklärt die übermäßige Aktivität in der zentralen Hörbahn, die bei Tinnitus-Patienten meist wahrgenommen wird.

Trotz der vielen Formen der Therapie, die es gegenwärtig gibt, hat sich noch keine einzelne als "die beste" und einzige bewährt. Finanziell betrachtet sind Tinnitus-Therapien -egal welche man wählt- außerdem nicht geradezu günstig. Soziologisch-Medizinische Analysen zeigen dass angesichts der langen Dauer der Behandlung bei Tinnitus eine Behandlung zu Hause oft richtiger ist als die Aufnahme in ein Therapiezentrum. Denn in der Klinik dauert die Therapie standardmäßig nur wenige Wochen, viel zu kurze Zeit um relevante Ergebnisse liefern zu können. Bei der Behandlung in den eigenen ver Wänden sind die Chancen auf Linderung dagegen viel größer. Häufig wird dort von guten Erfolgen bei der Linderung der Beschwerden berichtet. Denn oft ist es geradewegs (nur) die Korrektur der Lebensweise, die zu gesundheitlichen Fortschritten führt..

Ursachenforschung:
Die aktuelle Medizin hat momentan unglücklicherweise weder konkrete Forschungsergebnisse noch tatsächlich nützliche Möglichkeiten der Heilung vorzuweisen. Während in der Vergangenheit die Quelle der Erkrankung im Mittelohr vermutet wurde, nimmt man momentan ungewöhnlich starke neuronale Aktivitäten des Gehirns als Ursache an. Schlussfolgerung: Nichts genaues weiß man nicht. Zum Glück gibt es dagegen an anderen Orten mehr Erfolge: Viele wichtige Faktoren, die bei der entstehung von tinnitus eine Rolle spielen, wurden inzwischen entdeckt. Belastung gilt dabei als wesentlicher Aspekt der Krankheit, ist aber nie als der einzige Auslöser.