Autor: Charalabos Tsilimekis | verfasst am 2011-01-21 | 31 mal gelesen
Immer wieder hört man den Begriff der artgerechten Tierhaltung, sowohl im Bereich von sogenannten Nutztieren als auch Haustieren. Die meisten Menschen befürworten eine artgerechte Haltung, dennoch ist der Begriff sehr schwer zu fassen, da die Definition weitreichend sein kann. Es stellen sich die Fragen, was artgerechte Haltung eigentlich bedeutet und wie man es am besten umsetzen kann. Grundsätzlich beinhaltet der Begriff bereits das Problem, dass kein Tier in Gefangenschaft bzw. hinter Gittern artgerecht leben kann, da der Bewegungsfreiraum eingeschränkt wird. Artgerecht kann zudem von Art zu Art etwas vollkommen anderes bedeuten. Auch wenn Hund und Kanarienvogel unter den Begriff Haustiere fallen, dann könnten die Anforderungen im Detail nicht verschiedener sein. Grundsätzlich gibt es aber auch einfache Richtlinien, an denen man sich zumindest orientieren kann. Tiere, die gehalten werden, brauchen ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Zunächst sollte dabei aber nie der Fehler gemacht werden, Tiere zu vermenschlichen, in dem man ihnen humane Bedürfnisse einredet. Das bedeutet allerdings nicht, dass menschliche und tierische Bedürfnisse keinen großen gemeinsamen Nenner hätten.
Beige Kratzbäume – für Tier und Mensch
Möglichst müssen die Tiere ihre Bedürfnisse ausleben können. Darunter gehört sowohl Nahrung, aber auch Beschäftigung verschiedenster Art. Ein häufiger Fehler bei der Tierhaltung besteht darin, dass die Tiere in ihrem engen Käfig kaum Beschäftigung haben, allein sind oder aber mit anderen Tieren zusammengehalten werden, obwohl sie eigentlich Einzelgänger sind. Ein gutes Beispiel geben beige Kratzbäume. Wer Katzen im Haushalt hält, der kommt am Kratzbaum nicht vorbei. Dieser erfüllt gleich mehrere Funktionen. Zum einen können Katzen daran ihre Krallen kratzen, was sie sehr gerne tun. Zudem klettern sie gerne, nutzen einen erhöhten Ort aber auch gerne als Rückzugsmöglichkeit. Letzteres ist sehr wichtig für Tiere, damit sie jederzeit die Wahl haben, ob sie kommen oder nicht. Zumindest im Ansatz kann man so den Bedürfnissen der Tiere nachkommen. Manchmal hilft auch der Gedanke, wie man sich selbst in der Lage des Tieres fühlen würde, um Anreize zur Veränderung zu finden.