Speiseeisvitrinen: die ideale Präsentation für Speiseeis
Autor: Dennis Spingler | verfasst am 2010-10-18 | 224 mal gelesen
Da Speiseeis aus rohen Zutaten hergestellt wird, ist es ein idealer Nährboden für Bakterien, die aktiv werden und sich vermehren, sobald das Eis zu schmelzen beginnt. Eine intakte Kühlkette von der Herstellung des Eises über den Versand und die Lagerung bis hin zum Verzehr sind deshalb aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen von größter Wichtigkeit. Besondere Bedeutung hat dabei die offene Lagerung von Speiseeis in der Gastronomie: da das Eis hier unter Umständen längere Zeit aufbewahrt werden muss, bevor es in den Verzehr gelangt, wird die Kühlung durch spezielle Speiseeisvitrinen sicher gestellt, die gleichzeitig dem Kunden den verkaufsfördernden freien Blick auf die Ware gestatten.
Eine Speiseeisvitrine besteht meist aus einem Unterbau aus Stahlblech und einem gläsernen Aufbau. Oft sind diese Vitrinen durch unten angebrachte Rollen mobil und können somit jederzeit verschoben werden, damit sie zum Beispiel während der Geschäftszeiten einfach an einen Ort im oder vor dem Lokal gebracht werden können, wo möglichst viele Kunden sie einsehen können.
Der Unterbau enthält die Kühltechnik der Speiseeisvitrine und bei größeren Ausführungen ein zusätzliches tiefgekühltes Bevorratungsfach, aus welchem die Speiseeisbehälter der Präsentationsfläche jederzeit durch neue ersetzt werden können. Die Präsentationsfläche aus Edelstahlblech besteht aus einer Stahlwanne, in welche zu Verkaufsbeginn die Edelstahlbehälter mit den verschiedenen Eissorten eingesetzt werden. Extra tiefe Wannen bieten Platz für zwei Lagen von Eisbehältern. Für eine ideale Präsentation sollte die gesamte Präsentationsfläche leicht nach vorne geneigt sein, damit der Kunde einen noch besseren Blick auf die angebotenen Eissorten hat. Die Eisbehälter haben meist ein Fassungsvermögen von 4,75 bis 5,00 Liter und werden in einer Reihe, bei größeren Geräten auch in Doppelreihe, dem Kunden präsentiert. Für welche Ausführung man sich im Gastro Bereich entscheidet, hängt von der gewünschten Zahl der anzubietenden Eissorten ab, häufig sind Vitrinen für 6 oder auch 12 Sorten Eis.
Der Glasaufbau dient der Abdeckung der Präsentationsfläche, er ist hinten meist mit Schiebetüren aus Plexiglas ausgestattet und schützt das Speiseeis nicht nur vor unbefugtem Zugriff, sondern auch vor einer Erwärmung durch die höhere Umgebungstemperatur. Um Glasbruch zu vermeiden, sollten die Vorderseite, die Seitenteile sowie das Oberteil der Abdeckhaube aus Sicherheitsglas bestehen. Zur besseren Sicht sowohl für den Kunden als auch für den Bedienenden ist die Präsentationsfläche zu beleuchten. Alternativ gibt es auch oben offene Ausführungen, die eine Selbstbedienung des Kunden ermöglichen, wie dies zum Beispiel bei Restaurants mit Buffet-Angeboten wünschenswert ist.
Das Kühlsystem ist in Deutschland meist für die Klimaklasse 4 ausgelegt, es wird durch ein eigenes Thermostat geregelt und hält das Eis sowie das eventuell vorhandene Tiefkühlfach zur Bevorratung auf der gewünschten Temperatur von -14° bis -16°C. Eine möglichst hohe Energieeffizienz wird durch eine meist 60 mm starke Isolierung des Unterbaus erreicht. Bessere Geräte verfügen über eine elektronische Steuerung mit digitaler Temperaturanzeige und eine automatische Abtauung auf Heißgasbasis zur Energieeinsparung. Die Größe von Speiseeisvitrinen wird, analog zu herkömmlichen Kühlschränken, in Litern Bruttoinhalt angegeben. Übliche Größen für die Gastronomie liegen zwischen etwa 360 l und 750 l.